Wer aufhört Alkohol oder Nikotin zu konsumieren, der verzichtet. Die Leistung liegt im Widerstand gegen die Sucht und die Gewohnheit. Wer sich aufgrund von ethischen Beweggründen entscheidet, keine tierische Produkte mehr zu konsumieren, der erfährt eine einzigartige Erkenntnis: Ein Befreiungsschlag und eine Erleichterung endlich mit sich ins Reine zu kommen.
Ich hab Tiere immer geliebt… und sie gegessen.
Man nennt das kognitive Dissonanz, sie ist möglich, wenn durch Konditionierung und gemeinschaftlichen Konsens das rationale Denken auf StandBy ist. Durch die Entscheidung zu einem veganen Leben, fällt dieser unterbewusst zermürbende Widerspruch weg und es fühlt sich erleichternd und ehrlich an.
Wir zeigen unseren Kindern nicht, wie das leckere Schnitzel aus dem Schwein geschnitten wird. Die Fleischverarbeitung geschieht im Dunklen. Das Blut, die Schreie und die Angst würden etwas mit uns machen. Wie oft hat man schon gehört, dass jemand „sich sowas nicht angucken kann“. Wir blenden es aus – nur so können wir vor uns selbst bestehen.
Wer sich ein wenig einliest und die Vorteile von bioveganer Landwirtschaft, dem Ende der Massentierhaltung und dem Verbot vom generellen Ausnutzen unserer Mitgeschöpfe erfährt, dem wird es nahezu unmöglich, etwas anderes zu leben und ja, leider auch zu propagieren :-P, als den ach so radikalen Veganismus.
Veganismus bedeutet, Tieren nicht weh zu tun, sie nicht töten. Veganismus würde einen Meilenstein im Kampf gegen die Klimakatastrophe ausmachen und Veganismus macht unglaublich viel Fläche frei für den Anbau von Nahrung und wäre damit ein bedeutendes Werkzeug gegen den Welthunger. Wie blass erscheinen dagegen bitte Argumente, wie Tradition, Geschmack oder die Sache mit dem Löwen?!
Es fühlt sich einfach an, als müsse man diese oftmals späte Erkenntnis einfach ständig rausbrüllen, damit alle verstehen, dass es besser geht. Dass Tiere nicht mehr leiden müssen und wir ohne Mühe einen riesen Schritt im Kampf gegen die Klimakatastrophe schaffen können. Ja, und das nervt halt alle, die es nicht hören wollen und die einfach zu engstirnig sind, etwas zu ändern.